BERICHT DER ORGANISATOREN ZUM 7. HUBSILAUF
Ramsau, 13.3.2010
LYDIA PRUGGER UND ANDI FISCHBACHER. WER SONST! Kennt ihr den Film "Und täglich grüβt das Murmeltier"? Bill Murray wacht in der Früh auf und erlebt Tag für Tag immer wieder genau dasselbe. (Fast)So ist es auch Jahr für Jahr beim Hubsilauf. Die Bilanz von Lydia Prugger zeigt sich nach der 7. Ausgabe weiterhin lückenlos. Mit einer souveränen Vorstellung ist sie zum 7. Sieg in Folge gelaufen. Andi Fischbacher musste für seinen gesamt 6. Sieg bei schwierigen Verhältnissen all seine Routine, vollen Kampfgeist und eine perfekte Abfahrtsleistung in die Waagschale werfen.
Einige Jahre musste die Wettkampfklasse beim Hubsilauf Alternativstrecken unter die Tourenski nehmen - hauptsächlich aus Gründen der Sicherheit. Bei der diesjährigen Ausgabe konnte schon relativ frühzeitig davon ausgegangen werden, dass es über die Originalstrecke, die Kramllahn, bis zum Gamsfeldgassl hinauf gehen wird. Lediglich den Verhältnissen in der Lahn fieberten und spekulierten viele der Teilnehmer entgegen. Eine sehr harte Unterlage, wieder etwas Pulver drauf, verblasen und wieder ein paar Zentimeter Neuschnee - unterschiedlich von Tag zu Tag, ja von Stunde zu Stunde. Damit die Ungewissheit, wie wird die Spur angelegt sein bzw. vor allem, wie weit wird in Diritissima aufgestiegen, wo beginnen die Kehren und gibt's auch weiter oben Möglichkeiten kürzeste Linie zu gehen?
Am Pernerhof nahmen 67 Athleten für den scharfen Start Aufstellung. Beim Sprint über die ersten rund 4-5min die Favoriten mit Stefan Kogler, Andi Kalss und Andi Fischbacher schon in Front, die weiteren guten Leute aber alle noch Ski an Ski dahinter aufgefädelt. Erst mit der Abbiegung in die Kramllahn hinein entstehen erste gröβere Lücken. Kogler und Kalss setzen sich ab. Andi Fischbacher geht aber unbeirrt sein Tempo weiter und versucht schon im unteren Drittel eine sehr steile aber vielleicht etwas kürzere Variante. Die Rechnung geht aber nicht auf - noch nicht. Auch alle anderen drehen auch nach einer kurzen Querung pfeilgerade Richtung Gassl. Erst nach rund 350hm beginnen die Spitzkehren. Im etwas gepressten Pulver auf hartem Untergrund entsteht keine schöne, rhythmische Spur. Immer wieder seitliche Rutscher und dann über den nächsten harten Buckel hoffentlich ohne zu straucheln drüber. Das setzt Kogler und Kalss zu. Andi setzt in gerader Linie zum Angriff an und schafft es in der enorm kraftraubenden Gehweise tatsächlich sich neben die beiden zu schieben. Da wachsen Andi Flügel und es gelingt ihm schlieβlich sogar noch bis zu den Kehren hinaus zum Gassl knapp eine Minute Abstand zwischen sich und das mittlerweile Verfolger-Quintett Kalss, Kogler, Thomas Rohringer (Junior aus Nationalteam) und Sepp Tritscher zu bringen. Die Vier fellen innerhalb von nur 22 Sekunden am Gassl 750hm über dem Start ab. Andi lässt in der Abfahrt nichts mehr anbrennen und geht souverän als Tagessieger über die Ziellinie. Zweiter mit einer starken Leistung Thomas Rohringer, und Dritter Andi Kalss. Stefan Kogler und Sepp Tritscher gehen dann Ski an Ski nur 13 Sekunden hinter dem Zweiten über die Ziellinie.
Lydia Prugger bestreitet in der Damenwertung erwartungsgemäβ ein einsames Rennen an der Spitze. überholt in ihrer Spezialität - dem steilen Aufstieg - viele starke Männer, fellt als 9. (!) am Gassl ab. Dann muss sie noch 3 schneidige Abfahrer vorbeilassen und trägt sich als 12. in Tageswertung ein. Die vielen anerkennende Worte ihrer männlichen Kollegen nimmt sie bescheiden entgegen. Renate Schwab, keine unbekannte in der Ausdauerszene, wird mit einer guten Leistung Zweite. Dritte Evelyne Lachner (Puchberg) angereist mit einer NÖ-Delegation.
Die Reihung im Ziel:
Herren: Sieger Andi Fischbacher in 36,31 / 2. Thomas Rohringer 38,22 / 3. Andi Kalss 38,23
Damen: Lydia Prugger mit 41,28 im Ziel. / 2. Renate Schwab 48,21 / 3. Evelyne Lachner 52,12
Ergebnis und Fotos sind unter gallery zu finden.
Nachdem die Teilnehmer in den Stuben der Austriahütte zusammengerückt waren, ging es nach ein paar stimmungsvollen Worten und der Gedenkminute für Hubsi rasch zu Siegerehrung und Verlosung. Für die Sportler am Podium traditionell wieder flüssige Trophäen, ein Pfiff, ein Seidl und eine Halbe. Statt für das Startgeld griffen viele für eine freiwillige Spende in die Tasche, die wieder für einen lokalen gemeinnützigen Zweck Verwendung finden wird.
Der Dank des Organisationsteam gilt abermals allen, die zum 2010er Hubsilauf gekommen sind. Den Unterstützern der Organisation (Bergrettung, Materialtransport, Start, Zeitnehmung, Parkplatz ...), vor allem aber den Teilnehmern, den Läufern der gezeiteten Klasse, sowie auch den Wanderern (57 an der Zahl). Ein Dankeschön auch an Robert König und seinem Team der Austriahütte, die unseren Ansturm wieder bestens meistern konnten.
Die Tagessieger Lydia Prugger und Andi Fischbacher
Auch viel Nachwuchs war beim Hubsilauf aktiv mit dabei.
Bravo: Zuerst 400 Höhenmeter gehen, dann noch kräftig anfeuern.
Die Damenquote beim Hubsilauf kann sich sehen lassen.
Die letzten Stockschübe ins Ziel.
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